49. Tag
Steinerne Wächter und Schmuckstücke
24.07.2008
Etappe: Peking
Land: VR China
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Die kreischenden Gören von gestern Abend (es waren in der Mehrzahl Mädchen) zeigen sich heute morgen ausgesprochen schweigsam - vielleicht, weil sie noch müde sind oder vermutlich auch deshalb, weil ihr großer Auftritt unaufhaltsam immer näher rückt. In Massen blockieren sie die Aufzüge, als wir zur Großen Mauer aufbrechen wollen. Badaling, die nächst zugängliche Stelle, liegt nur wenige Fahrminuten entfernt.

Wir genießen sogar "Sonderrechte" und dürfen fast bis zum Eingang vorfahren. Als erstes ist ein Gruppenfoto geplant, was auch auf Anhieb gelingt. Danach steht uns reichlich Zeit zur Verfügung, um die ziemlich steilen Mauerwege zu erklimmen. Man kann sowohl links als auch rechts hoch gehen, wo es weniger bergauf geht, aber unglaublich viele Menschen unterwegs sind.

Man hatte gesagt, dass wegen der bevorstehenden Olympischen Spielen nur sehr wenige Touristen sich in Peking aufhielten. Hier an der Mauer ist davon nichts zu spüren. Sie ist übrigens ein extrem teures Pflaster: Während Getränkedosen und -flaschen überall im Land zwischen drei und fünf Yuan kosten, also maximal 50 Cent, beträgt ihr Preis in Badaling bis zu 30 Yuan/3 Euro.

Als eine der größten Sehenswürdigkeiten in Mauernähe gelten die Ming-Gräber. 13 der insgesamt 16 Kaiser der Ming-Dynastie, die von 1368 bis 1644 währte, liegen an der Südseite des Berges der Langlebigkeit des Himmels begraben. Der Berg soll eine Barriere bilden gegen böse Geister aus dem Norden.

Sowohl Tier-Skulpturen als auch überlebensgroße Beamte aus Stein flankieren den so genannten Weg der Seelen. Die Tiere sollen über die Verstorbenen wachen, die Staatsdiener dagegen symbolisieren die Loyalität zum Kaiser.

Ein ebenfalls sehr interessanter Besichtigungspunkt vor den Toren Pekings ist der Besuch einer Jademanufaktur. Der grüne Stein ist fast so hart wie Diamant und er übt auf die Chinesen eine überaus magische Faszination aus. Sie stellen daraus jede Art von Schmuck her.

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